Hast du für eine Anschaffung im Betrieb einen Kredit aufgenommen, stehen die Zinsen in B15 und die Tilgung in B16, jeweils im Monat der Zahlung. Das Darlehen selbst ist keine Einnahme, und der damit bezahlte Kaufpreis ist keine Ausgabe.
Wie Darlehen in der Anlage EKS wirken
Ein Darlehen ist jedes Geld, das du zurückzahlen musst, von der Bank ebenso wie von Verwandten oder Freunden. Der Auszahlungsbetrag gehört in keine Zeile der Tabelle A. Kaufst du davon ein Gerät, steht der Kaufpreis nicht in B8. Als Ausgabe zählen die Raten: der Zinsanteil in B15, der Tilgungsanteil in B16.
Setzt du ein Darlehen nicht oder nur zum Teil für eine Investition ein, mindern sich deine Betriebsausgaben bis zur Höhe des Darlehens. Bezahlst du mit einem Kredit laufende Ausgaben, zieht das Jobcenter diese Ausgaben bis zur Höhe des Kredits wieder ab.
Das Formular fragt das Darlehen in Abschnitt F ab (Fragen 35 bis 41): Höhe, Datum des Geldeingangs, Beginn der Rückzahlung, monatliche Rate und was du damit bezahlt hast. Als Nachweis legst du den Darlehensvertrag vor und schwärzt die persönlichen Daten der Darlehensgeberin. Bei Darlehen von Verwandten oder Bekannten weist du Höhe, Zahlungseingang und Rückzahlungspflicht nach. Für B15 und B16 brauchst du Nachweise über die gezahlten Raten.
Beispiele
Fräse auf Kredit. Du nimmst im Mai 6.000 Euro auf und kaufst davon eine Fräse. Ab Juni zahlst du 260 Euro im Monat, im Juni davon 25 Euro Zinsen und 235 Euro Tilgung. In B15 stehen im Juni 25 Euro, in B16 235 Euro. In B8 steht für die Fräse nichts.
Privates Darlehen. Dein Bruder leiht dir 2.000 Euro für einen Bürocomputer, zinsfrei, zurückzuzahlen in Raten zu 100 Euro. Ab der ersten Rate stehen in B16 jeden Monat 100 Euro; B15 bleibt leer.
Typische Fehler
- Der Darlehensbetrag steht als Einnahme in A1 oder A4.
- Der Kaufpreis steht in B8 und die Tilgung zusätzlich in B16.
- Zins und Tilgung stehen zusammen in einer Zeile. Die Aufteilung findest du im Tilgungsplan der Bank.