In A5 steht die Umsatzsteuer, die bei dir eingeht: in A5.1 die Steuer auf deine Rechnungen, in A5.2 die Steuer auf Privatentnahmen, in A5.3 Erstattungen vom Finanzamt. Jeder Betrag gehört in den Monat, in dem das Geld eingeht.
Warum die Umsatzsteuer zweimal vorkommt
Für die Anlage EKS ist die Umsatzsteuer, die deine Kundschaft dir zahlt, eine Einnahme. Die Umsatzsteuer, die du an das Finanzamt abführst, und die Vorsteuer auf deine Einkäufe sind Ausgaben. Über das Jahr gleicht sich das oft aus, in einzelnen Monaten verschiebt es deinen Gewinn. Deshalb trägst du beide Seiten ein: die Einnahmen in A5, die Ausgaben in B17 und B18.
Die drei Zeilen
- A5.1: Umsatzsteuer auf deine Einnahmen aus A1 und A3, im Monat, in dem die Kundin zahlt.
- A5.2: Umsatzsteuer auf Waren, die du privat entnimmst und in A2 einträgst.
- A5.3: Umsatzsteuer, die dir das Finanzamt erstattet, im Monat, in dem die Erstattung auf dem Konto ankommt. Als Nachweis dienen Kontoauszug, Umsatzsteuervoranmeldung und gegebenenfalls der Bescheid des Finanzamts.
Bist du Kleinunternehmer nach § 19 UStG, stellst du keine Umsatzsteuer in Rechnung. Dann bleiben A5.1 bis A5.3 leer, ebenso B17 und B18. Das gilt, solange dein Umsatz im Vorjahr höchstens 25.000 Euro betrug und im laufenden Jahr 100.000 Euro nicht übersteigt. In der Ausfüllhilfe setzt du dafür in den Grunddaten das Häkchen bei „Kleinunternehmer“.
Beispiele
Rechnung und Voranmeldung. Eine Kundin zahlt im März eine Rechnung über 2.380 Euro, darin 380 Euro Umsatzsteuer. In A1 stehen im März 2.000 Euro, in A5.1 im März 380 Euro. Nach deiner Voranmeldung überweist du im April 300 Euro an das Finanzamt; die stehen im April in B18.
Erstattung. Im Mai hast du viel eingekauft, die Vorsteuer übersteigt die eingenommene Umsatzsteuer. Das Finanzamt erstattet dir im Juni 150 Euro. In A5.3 stehen im Juni 150 Euro.
Typische Fehler
- Die Umsatzsteuer steht in A1 und in A5.1. Dann zählt sie doppelt.
- Die Erstattung steht im Monat der Voranmeldung. Maßgeblich ist der Monat, in dem das Geld eingeht.
- Als Kleinunternehmer trägst du hier Beträge ein, obwohl deine Rechnungen keine Umsatzsteuer enthalten.